Trotz Corona - Lebenszeichen aus den Gruppen

Samstag, 04.04.2020 - Lebenszeichen von Inga Schulze-Steinen

Hallo oder Moin!

 

Im April fängt normalerweise die Reisezeit an.
Flüge in den Süden, frische Luft an der See, Fahrten zu Verwandten. Die Beschäftigung mit Reiseplänen steht zurzeit jedoch unter der Überschrift Stornierung und Stillstand.
Auch die Seniorenfreizeit im Sommer in die Lüneburger Heide musste mit dem Stempel „abgesagt“ versehen werden.

 

Diese Zeit des Nicht-Reisens und der verordneten Immobilität nehme ich zum Anlass, zurück zu denken, was ich denn in den zurückliegenden Monaten so alles erlebt habe.
Welche Radtour ist mir in besonderer Erinnerung? Welcher Ausflug oder Museumsbesuch klingt noch nach? Welchen Lieblingsort möchte ich gerne wieder aufsuchen?

 

Das Reisen „mit dem Finger auf der Landkarte“ ist auf dem heimischen Sofa durchaus möglich und macht sogar Spaß, wie ich feststelle.

 

Auch Fotos schaue ich mir gerne wieder an.
Von den Seniorenfreizeiten nach Borkum stammen die Bilder unter dem Gedicht.
Tolle Erinnerungen an gemeinsame Zeiten auf einer erholsamen Insel. Zum Genießen.

 

Herzlichen Gruß und viel Spaß beim Blick zurück.
Vielleicht hole ich Ostern sogar mal den alten Diaprojektor wieder vor.

Bis dahin
Inga Schulze-Steinen

 

 

 


Freitag, 03.04.2020 - Lebenszeichen vom Friday

Was denkst du wohl,

Wenn du uns so siehst,

Wie jeder in den eigenen vier Wänden liegt.

Den Blick zur Decke

Die Luft voller Löcher?

 

Im Kopf Gedanken und Sorgen,

In Gedanken schon Morgen

Und Morgen dann übermorgen.

 

Was denkst du wohl,

Wenn du siehst,

Dass mein Tag nur so dahin fließt

Während ich durch die Zeitung blätter

Um sie enttäuscht wieder zusammen zu falten?

 

Ich bleibe Zuhause in meiner kleinen Welt,

Weil mein eigenes blickdichtes Zelt

Wenigstens hier noch alles zusammenhält.

 

Was denkst du wohl,

Wenn du merkst,

Dass das alles manchmal zu sehr schmerzt

Und ich das Denken einfach mal lassen muss

Damit ich heut noch was gebacken krieg?

 

Ich denk oft ich ertrink in dieser Zeit,

Die sich um mich zusammen zu ziehen scheint.

Und kein Ende weit und breit.

 

Aber merkst du auch,

wenn du uns so siehst,

Dass die Welt sich noch nicht unterkriegen ließ.

Wir haben uns bisher noch jeden Morgen aufgerafft

Helfen unserem Nächsten, der es alleine nicht schafft.

Damit ganz bald die Sonne, die so unpassend scheint

Neben strahlenden Gesichtern in den Hintergrund weicht.

 

Wenn ich mich anstrenge seh ich’s

Und du erinnerst mich mit deinem Licht,

jedes Mal, wenn ein neuer Tag anbricht.

 

Weißt du Gott,

Ich träume von dem Tag

- Und dieser Traum wird ganz sicher wahr -

An dem wir dieses Monster überwinden

Und uns wieder unter deinem Himmel in den Armen liegen.

 

Milena

 

 

 


Donnerstag, 02.04.2020 - Lebenszeichen einer (wiedegewählten) Presbyterin

Die Ausgangsbeschränkung und die Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus verleiten die Menschen zu den ungewöhnlichsten Dingen. (Ich sage nur Toilettenpapier???)

 

Auch ich tue hier etwas, was ich noch nie vorher getan habe - ich schreibe meine Gedanken auf.
Ich habe nie Tagebuch geführt und auch für den VINZ! lasse ich lieber schreiben, als das ich es selber tue.

 

Aber heute schreibe ich doch mal selber.
Nicht, dass mir langweilig wäre. Meine Arbeitsstelle ist nicht geschlossen und die Berge Hausaufgaben meiner 13jährigen Tochter halten mich ordentlich auf Trab (Mathe, Chemie - ein Drama).
Der Anlass, meine Gedanken aufzuschreiben ist ein Brief, den ich aus dem Gemeindebüro bekommen habe.
Dieser enthielt die Anlage W: die „Erklärung zur Amtseinführung“. (Warum Anlage W? Was steht auf den Anlagen A bis V?
Ich habe KEINE Ahnung.)

 

Die Amtseinführung für Presbyter findet normalerweise in einem feierlichen Gottesdienst statt. Gemeinsam mit der Gemeinde, mit einem Gelöbnis, einer Predigt, Liedern, Gebeten und hinterher mit Umarmungen und einem Gläschen Sekt :)

 

Aber heute nicht.
Die Corona-Krise zwingt uns dazu alles abzusagen und die Amtseinführung alleine am Schreibtisch durchzuführen. Ich lese mir also den Brief mit dem gedruckten Gelöbnis durch, denke „Ja OK“ und unterschreibe. Fertig. Das ist weder feierlich noch irgendwie aufregend, nicht normal eben.

 

Schon meine erste Amtseinführung war nicht normal.
Als Nachfolgerin von Alfred Schiske wurde ich mitten in der laufenden Amtsperiode berufen und der Einführungsgottesdienst wurde für mich alleine durchgeführt (DAS war aufregend). Dieser fand auch nicht in der Kirche statt, sondern, aufgrund der Renovierungen, im Gemeindehaus.

 

Irgendwie sehe ich da ein Muster.
Der Termin der Einführung war schon lange in meinem Kalender vermerkt und ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut. Der Gottesdienst soll zwar nachgeholt werden; aber das ist einfach nicht das gleiche. Und deshalb ich bin enttäuscht. Der Einführungsgottesdienst markiert normalerweise den Zeitpunkt eines Neuanfangs. Aber später im Jahr wird die Arbeit mit dem neuen Presbyterium bereits im vollen Gange sein.

 

Von der Normalität sind wir alle im Moment unendlich weit entfernt, genauso wie von unseren Lieben, unserer Familie unseren Freunden und von allem anderen. Ich hoffe inständig, dass diese Entfernung dabei hilft, dass wir uns alle bald wiedersehen und ohne Angst mit einer Umarmung begrüßen können.

 

Deshalb: bleibt zuhause, ignoriert den Lagerkoller und bleibt gesund - Damit wir die Einführung, den Sekt, die Umarmungen und alles andere auch nachholen können. Damit die Normalität (wie die auch immer nach Corona aussehen wird) wieder einkehren kann.

 

Nichts desto trotz danke ich Euch sehr für meine Wiederwahl und ich freue mich auf die Arbeit mit den alten und neuen Presbytern!
Und vor allem darauf, endlich wieder Veranstaltungen zu organisieren, an denen wir uns alle erfreuen können :)

 

Bis bald und viele Grüße!
Tessa

 

 

 


Mittwoch, 01.04.2020 - Lebenszeichen von den beiden Kochclubs 60plus

Der Mittwoch ist der Tag der Kochclubs 60plus

Da die Küche im Gemeindehaus im Moment „kalt“ bleibt, gibt es hier zwei leckere Vorschläge zum Nachkochen.

Weitere Informationen zum Kochclub 60plus gibt es hier

Gemüsefrikadellen

Ulla D. schickt dies Rezept, das vor Jahren den Weg aus einer Krankenkassenbroschüre in ihr Kochrepertoire geschafft hat.

Im Laufe der Zeit wurde es von Ulla immer weiter verbessert und hier haben wir nun die endgültige Fassung. Mittlerweile ist es auch zum Lieblingsrezept der Enkelkinder geworden.

Sie schickt das Rezept mit Grüßen und den guten Wünschen, dass es denen, die es nachkochen, ebenfalls so gut schmecken wird.

Unten auf dem Link können Sie das Rezept auf einer Seite lesen, herunterladen, speichern und auch ausdrucken!

Spargel mit Curry-Rührei

Paul K. schreibt: Das ist eines meiner Lieblingsrezepte. Heute Mittag habe ich es noch mal probiert und es hat mich wieder verzückt.

Wir sind ja nun am Beginn der Spargelzeit. Da dachte ich vor dem Gemüseregal, nimm dir doch schon mal ein 500-g-Päckchen Spargel mit. Der Spargel war - ich bin da immer etwas skeptisch - sehr gut und lecker.

Ich denke, dass ich in den nächsten Wochen noch mehrmals zu Spargel greifen werde :)

Unten auf dem Link können Sie das Rezept auf einer Seite lesen, herunterladen, speichern und auch ausdrucken!

Der Kochclub 60plus empfiehlt "Gemüsefrikadellen"

Auf das Bild klicken und Rezept ANSEHEN, SPEICHERN und AUSDRUCKEN

Der Kochclub 60plus empfiehlt "Spargel mit Curry-Rührei"

Auf das Bild klicken und Rezept ANSEHEN, SPEICHERN und AUSDRUCKEN

 

 

 


Dienstag, 31.03.2020 - Lebenszeichen vom Kreuz & Quer Chor

Liebe Gemeinde!

Es muss erst so ein kleiner Virus kommen, damit wir vielleicht erkennen, dass nicht alles so selbstverständlich ist.

Essen gehen, sich mit Freunden verabreden, auf ein Bier, ins Kino, in den Urlaub fahren...und, und, und …. die Liste wäre so lang.

Jeden Morgen gesund aufzuwachen, ist das größte Geschenk, das wir haben. Es wird vielleicht nie wieder so sein, wie es davor war. Aber vielleicht sehen wir danach, wie wertvoll und einzigartig diese Zeit auf Erden ist und dass wir dankbar sind für jeden, wenn auch noch so kleinen, glücklichen Moment im Leben.

Wir alle haben Zeit, um Vieles neu zu überdenken. Nutzen wir sie auch - jede und jeder für sich.
Auf dass wir uns ganz bald und vor allem gesund wiedersehen!

 

Zum anhören sendet der Chor heute die Lieder "Keine Macht der Welt" und "Licht der Liebe".

 

Passt gut auf euch auf!
Heike Bögel

Der Kreuz & Quer Chor singt "Keine Macht der Welt"

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Der Kreuz & Quer Chor singt "Licht der Liebe"

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Montag, 30.03.2020 - Lebenszeichen vom St. Vinzentius-Kindergarten

Hallo liebe Gemeinde,

die Kindergartenkinder machen bei der Aktion „Wir bleiben Zuhause“ mit, indem sie in ihr Fenster einen Regenbogen malen!

 

Ich finde die Aktion kann man ausweiten, machen sie es wie die Kinder!

Malen sie den Regenbogen als Gottes Zeichen der Hoffnung in ihre Fenster und dann schauen sie beim Spaziergang wer alles mitmacht und schon hat man kontaktlos Kontakt und man ist mit der momentanen Situation nicht mehr alleine!

In der Bilderleiste unten sehen Sie einige Anregungen von Johannes, 2 Jahre, und Konstantin, 5 Jahre. Vielen Dank dafür!

Herzliche Grüße und bleiben sie gesund

Ihre Anja Dietz

 

 

 


Sonntag, 29.03.2020 - Lebenszeichen vom Kirchenkreis Bochum

 

Dies ist der zweite KommaOnline! Kurzgottesdienst.

Dieses Mal aus der Pauluskirche in der Bochumer Innenstadt.

Auf das Bild klicken und den Gottesdienst ANSEHEN

Der erste KommaOnline Kurzgottesdienst vom 22.03.2020

Auf das Bild klicken und Gottesdienst ANSEHEN

 

 

 


Samstag, 28.03.2020 - Lebenszeichen von Pfarrer Michael Dettmann

Gute Worte sind kostbar ...

 

... und haben ganz aktuell ein besonderes Gewicht. Entweder daheim in der Familie, bei einem Spaziergang zu zweit mit dem Partner oder der Partnerin und natürlich am Telefon. Wir erfahren, dass es lebensnotwendig ist miteinander zu sprechen. Oder auch, wie gut es tut mir etwas zusprechen zu lassen, wenn mir selbst Worte fehlen. Ich erlebe, wie sich gerade jetzt unsere Gesprächskultur verändert. Und das zum Positiven.

 

Wie ist das eigentlich mit Gott? Redet er auch zu uns? Ja, ich kann mit ihm reden. Ein Reden, das wir Gebet nennen. Aber kann aus einem Gebet auch ein Gespräch werden? Ein Gespräch mit Gott?

 

Dazu einige Gedanken von mir aus einem Mitschnitt eines Gottesdienstes bei der Creativen Kirche aus dem Jahr 2015:

Auf die Note klicken und Mitschnitt ANHÖREN

Still ist es in den vergangenen Tagen um uns herum geworden. Stiller als sonst.
Aber vielleicht ist es gerade diese Stille, in die hinein Gott dir etwas sagen kann.

 

Herzliche Grüße
Michael

 

 

 


Freitag, 27.03.2020 - Lebenszeichen vom Friday

 

Pause –

 

Er konnte sie genau sehen, Marie. Sie saß nur einige Meter von ihm entfernt, schön wie immer.

Sein Blick wanderte immer wieder auf ihre langen, im Licht der Sonne golden erscheinenden, Haare; die sich immer wieder im Wind erhoben und ihr Gesicht freigaben – wunderschönen Augen die er nie vergessen werde.

Sie war nur wenige Schritte von ihm entfernt – fest entschlossen ging er auf sie zu; sein Blick auf Markus gerichtet. Markus bemerkte ihn, fragte was er wolle und rief seine Freunde zu sich. Er hatte keine Freunde zum Rufen, die wenigen die er hatte waren – und sowieso nicht stark genug.

Markus war stark, der stärkste den er kannte; mit solchen solle man sich anfreunden, wenn man kein Looser sein will hatte seine Schwester immer gesagt. Er war nie mit solchen wie Markus befreundet gewesen und es hatte ihm nie geschadet; er war froh mit dem was er hatte, was er war.

Marie war viel zu gut um mit solchen Typen herumzuhängen; das fand er – Markus nicht.

Es wurde nie aufgeklärt wer als erster zuschlug. Doch nach diesem ersten Schlag, fand er sich im Kampf mit Markus wieder. Eine große Menschenmenge versammelte sich um den Ort des Kampfes herum; denn sie alle wollten sehen, wie diese beiden ihre Differenzen auf altmodische, wilde, männliche Art und Weise austrugen. Sie bildeten einen Kreis, in ihrer Mitte die Arena. Auf dem sandigen Boden der Arena wälzten sich die beiden, wie zwei Gladiatoren die um ihr Leben kämpfen und zu allem bereit sind.

Mit der Menschenmenge kam auch Steffi; sie hatte bisher jeden Kampf aufgelöst.
Nach – verbannte sie die Kämpfer, zur Strafe, für den Rest der Pause ins Kindergartengebäude.

 

Stellvertretend für das Team vom Friday

Malte
Hoffentlich können wir uns bald wieder treffen - passt auf Euch auf und bleibt gesund!

 

 

 


Donnerstag, 26.03.2020 - Lebenszeichen von der Frauenhilfe Kornharpen

 

Liebe Frauenhilfsschwestern zu Hause, liebe Gemeinde!

 

Wir hätten uns heute mit der Frauenhilfe Kornharpen getroffen…

 

Wenn Sie möchten, singen Sie doch einfach zu Hause unser Lieblingslied, die Nr. 503 im ev. Gesangbuch: "Geh aus mein Herz und suche Freud!"

 

Außerdem habe ich eine Geschichte ausgesucht, die mir gut gefällt:

"Der Engel hinter der Ladentheke"

Ein junger Mann hatte einen Traum. Er betrat den Laden. Hinter der Ladentheke sah er einen Engel stehen. Hastig fragte er den Engel: „Was verkaufen Sie mein Herr?“ Der Engel gab freundlich zur Antwort: „Alles was Sie wollen.“ Da fing der junge Mann sofort an zu bestellen: „Dann hätte ich gern: einen Freund, der mich versteht; inneren Frieden, der mich erfüllt: eine saubere Umwelt, die nicht krank macht, Gerechtigkeit unter allen Menschen – und ….

Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte:“ Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich verkehrt verstanden. Wir kaufen hier keine Früchte, wir verkaufen den Samen.“

 

Dieses Frühlingsgedicht habe ich noch rausgesucht, weil es uns erinnert, dass wir uns am Frühling freuen können und sich alles wenden wird.

 

"Frühlingsglaube"

Die linden Lüfte sind erwacht,

sie säuseln und weben Tag und Nacht,

sie schaffen an allen Enden

Oh frischer Duft und neuer Klang!

Nun, armes Herze sei nicht bang!

Nun muss sich alles, alles wenden.

 

 

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,

man weiß nicht, was noch werden mag.

Das Blühen will nicht enden.

Es blüht das fernste, tiefste Tal:

Nun, armes Herz, vergiss die Qual!

Nun muss sich alles, alles wenden. (Ludwig Uhland)

 

Herzliche Grüße, bleibt gesund und ich hoffe auf baldiges Wiedersehen!

Brigitte Torreck, Frauenhilfe Kornharpen

 

 

 


Mittwoch, 25.03.2020 - Lebenszeichen vom Café Lichtblick

Stellvertretend für das Café Lichtblick sendet uns Regina Lotz diese Frühlingsgeschichte

 

"Froh zu sein"

Nach vielen Schnee- und Regenwochen war Oma Meier in diesem Frühjahr zum ersten Mal wieder in ihrem Garten unterwegs. Vorsichtig stapften sie in ihren rot-weiß-gepunkteten Gummistiefeln über den matschigen Boden zur Wiese hinüber. Nass war es auch hier. Ihre Füße sanken tief ein in das wintergraue Gras und jeder Schritt hinterließ jenes schmatzende Geräusch, das sie an ihre Kindheit erinnerte. Was für einen Spaß hatte es damals gemacht, über regennasse Wiesen zu stampfen und Fußspuren ins Gras zu malen!

„Es macht auch heute noch Spaß“, sagte Oma Meier nun und ein bisschen wunderte sie sich. Aber wirklich nur ein bisschen. Dann stampfte sie noch fester auf und lauschte dem Schmatzen ihrer Schritte, das nun auch etwas lauter wurde.

Und weil ihr diese Erinnerung, die die Zeit überlebt hatte und heute noch genau so lebendig war wie damals, so viel Freude bereitete, sang sie beseelt ein Liedchen vor sich hin:


„Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König“.

Ja, sie war sehr gut gelaunt heute. Warum auch nicht? Der Frühling hielt Einzug, die Wolken hatten sich endlich verabschiedet und die ersten Sonnenstrahlen wärmten schon ein bisschen.

„Es gibt wirklich keinen Grund, nicht froh zu sein“, murmelte sie und sang weiter.

Singen machte Freude. Und lautes Singen noch mehr. Warum auch nicht? An einem Nachmittag mitten in der Woche war niemand sonst in den Gärten unterwegs und so konnte man sich ungestört fühlen – und auch niemanden belästigen.

„Und wenn doch“, murmelte Oma Meier. „So ist es mir gerade auch egal. Wer ein Gutelauneliedchen nicht verträgt, verdient auch meine Freude nicht“.

Singend stapfte sie weiter durch den Garten. Einen kleinen Frühlingsboten hätte sie gerne gefunden. Ein Schneeglöckchen, eine Krokusblüte, ein Marienkäfer oder die erste Biene?

Während sie noch suchend über den schweren Boden tappte, war ihr, als hörte sie neben dem Geräusch ihrer Schritte auf nasser Erde eine Stimme, die ihr Lied sang. Es war eine männliche Stimme.


„Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König.“

Oma Meier lauschte der fremden Stimme. Sie kam aus dem verwilderten Garten, der sich auf der Rückseite ihres Gemüsegartens anschloss. Das Haus, das zu dem Garten gehörte, war lange leer gestanden und sollte verkauft werden. Ob es schon einen neuen Eigentümer gefunden hatte? Womöglich einen Gartenfreund, der gerne Lieder sang?

Oma Meier lächelte. Dann stapfte sie weiter über die aufgeweichten Böden zum hinteren Gartenzaun. Ein helles Gelb leuchtete ihr entgegen. Krokusse - Die ersten Frühlingsboten. Ein Zeichen?

Oma Meier sang ihr Liedchen noch einmal, und ihr Herz klopfte ein wenig schneller, als die Töne auch dieses Mal wieder vom Nachbargarten zu ihr zurück hallten. In der zweiten Stimme nun.

Wie wundervoll er doch begann, dieser neue Frühling.

 

Auch wenn wir den nahenden Frühling im Moment nicht draußen mit unserer Familie und mit unseren Freunden genießen können - Bitte bleibt fröhlich!

Viele Grüße vom
Café Lichtblick

 

 

 


Dienstag, 24.03.2020 - Lebenszeichen vom Kreuz & Quer Chor

 

Ubi Caritas et amor

Es gibt eine Initiative "Helfende Hände", die Obdachlosen in Bochum und Umgebung hilft.

 

Eine unserer Chorschwestern hat uns diese Aktion bereits vor Weihnachten ans Herz gelegt.

Zusammen mit vielen anderen haben wir im Dezember Spenden zusammengetragen (Kleidung, Hygieneartikel, Essen und Leckereien), die dann von den "Helfenden Händen" persönlich zu den Menschen gebracht wurden - am Bochumer Hauptbahnhof, der U-Bahn am Bochumer Rathaus und am Engelbert-Brunnen - und alles, was übrig blieb ging an BODO und das Dortmunder "Gasthaus". Wir haben einen sehr bewegenden Bericht des Initiators, Oliver Breuner und seiner Frau Susanne aus Harpen, dazu bekommen.

 

Nun erreichte uns der Aufruf der "Helfenden Hände" in dieser Corona - Krise mit der Bitte um Spenden für Lebensmittel und Hygieneartikel über unseren Chor-Chat. Und es war sofort klar - da wollen alle etwas zu beitragen.

Dieses mal haben wir Geld zusammengelegt und eine Chorschwester und ihr Mann haben eingekauft und die Wagenladung voll zu Oliver gebracht, der wieder für die Verteilung sorgen wird.

 

Gemeinsames Singen geht zur Zeit nicht, aber gemeinsam helfen - das geht immer :-)

Bitte bleibt alle gesund!
Mit vielen Grüßen vom Kreuz & Quer Chor
Steffi Hirsch

Der Kreuz & Quer Chor singt "Ubi Caritas"

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Der Kreuz & Quer Chor singt "Meine Zuflucht und Stärke"

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